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Verband der Zahnärzte von Berlin
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Bitte nichts überstürzen!

Leider ist unser Koalitionspartner, der Freie Verband, auf Bundesebene der CompuGroup aufgesessen. In einem durchaus wichtigen Beitrag über die bevorstehenden Anbindungen der Praxen an die digitale Welt, wird doch der Eindruck vermittelt, dass jetzt Eile geboten scheint.

Dazu passt auch der Bericht eines Kollegen, der seit Jahren Kunde dieses Softwareherstellers ist, in einer unserer Bezirksversammlungen, dass er Besuch von einer Mitarbeiterin dieser Firma bekam. Diese Frau stellte sich als seine (!) Praxisberaterin in IT-Fragen vor. Besonders stutzig wurde er, als sie ihm ihre Visitenkarte aushändigte. Hier stand als Berufsbezeichnung: „Sales Managerin“. Und jetzt war ihm auch klar wohin der Zug gehen sollte.

Fakt ist in Zusammenhang mit diesem Thema, über welches wir auch in Zusammenhang mit der KZBV-VV Ende Juni berichteten, dass noch nichts endgültig entschieden ist. Klar ist nur, dass die Anbindung der Praxen an die Telematik-Infrastruktur kommt. Das Datum 01.07.2018 ist dabei bereits bis zum 31.12.2018 verlängert, aber wird aus mehreren Gründen nicht zu halten sein.

Das durchgeführte Rollout in NRW läuft, ein geplantes 2.Rollout in Bayern und Sachsen ist abgesagt worden. Es gibt noch keinen endgültig zertifizierten Konnektor, der in Praxen, Krankenhäusern und Apotheken eingesetzt werden kann. Ein weiterer Anbieter aus Österreich, wo eine vergleichbare Infrastruktur aufgebaut wird, will auch auf den deutschen Markt. Gespräche der Spitzenverbände (für uns die KZBV) mit den Krankenkassen haben eine Absichtserklärung hervorgebracht, dass die Kosten für die Praxen in einer gewissen Höhe übernommen werden! Bei den Ärzten waren ca. € 2.000.- im Gespräch.

Auf Grund der Tatsache, dass Georg Pochhammer jetzt für die KZBV dieses Thema federführend bearbeitet, ist die KZV Berlin immer auf der Höhe des Geschehens.

Was soll ich jetzt als normaler Praxisinhaber tun?

Auf alle Fälle Ruhe bewahren. Informieren Sie sich über die MBZ, ZM und andere Kommunikationsmedien. Leider war heute im ZM-Newsletter wieder ein von der CompuGroup lancierter Bericht. Ab Ende August wird der neue KZV-Vorstand sich in den Bezirken vorstellen. Er wird alle aktuellen Themen, natürlich auch die Onlineanbindung, ansprechen. Hier können Sie Ihre Fragen loswerden.

Was sollten Sie nicht tun?

Jetzt irgendeine Bestellung aufgeben. Die Softwarehersteller werden Sie drängen zusätzlich zum Konnektor auch Ihre eigene Hardware auf den Prüfstand zu stellen! Aber in der geplanten Einführungsphase, wo nur die Stammdaten der Patienten abgeglichen werden, soll eine direkte Anbindung an das Praxissystem nicht zwingend notwendig sein.

Ein weiterer Aspekt ist der elektronische Zahnarztausweis, der mit vielen verschiedenen Funktionen ausgestattet werden soll. Hier bemüht sich die Zahnärztekammer zurzeit um den Abschluss eines Vertrages mit einem Anbieter, damit dieser Ausweis den Kolleginnen und Kollegen angeboten werden kann. Leider werden, so wie man hört, nicht nur Einmalkosten auf uns zukommen, sondern auch laufende monatliche Kosten.

Wie Sie sehen ist alles noch im Fluss. Die Industrie kann nicht liefern und alle Verhandlungen rundherum sind nicht beendet! Wichtig ist nur, dass wir am Ende nicht die Zeche bezahlen!

Wir bleiben dran

Andreas Müller-Reichenwallner


 
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