Verband der Zahnärzte von Berlin
aktuelles
aktuelles
Das Kreuz mit dem Kreuzchen

Gefunden bei t-online.de am 09.01.2017:

Deutsche geben Milliarden für Zahnersatz aus
Wenn es um den Zahnersatz geht, müssen die Deutschen immer tiefer in die eigene Tasche greifen. Wie tief, hat nun die Anfrage einer Linken-Politikerin ergeben.

Wie das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage der Linken-Abgeordneten Sabine Zimmermann mitteilte, gaben private Haushalte 2005 für Zahnersatz (Material- und Laborkosten) rund 2,62 Milliarden Euro zusätzlich aus. 2010 seien es 3,02 Milliarden Euro gewesen und 2014 (aktuellste verfügbare Angabe) 3,14 Milliarden Euro, heißt es in der Antwort der Regierung.

Gestiegen ist vor allem der Zusatzbeitrag für den Ersatz: Wie die "WAZ" berichtet, gab 2014 jeder Kassenversicherte rund 850 Euro beim Zahnersatz dazu - 200 Euro mehr also noch 2012.
Aus der Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes zur Haushaltsbefragung "Leben in Europa" geht zudem hervor, dass knapp die Hälfte (48,3 Prozent) derjenigen, die 2014 auf einen notwendigen Zahnarztbesuch verzichteten, dies aus finanziellen Gründen taten.

Für 43,6 Prozent der Befragten spielten laut Statistik andere Gründe eine Rolle, nicht zum Zahnarzt zu gehen - zu lange Wartezeiten, zu weite Wege, Angst vor der Behandlung, Abwarten, dass sich die Beschwerden von selbst bessern oder fehlende Kenntnis über einen guten Zahnarzt. Acht Prozent gaben demnach terminliche Gründe an.

Kostenfreier Zahnersatz gefordert

Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, erklärt dazu: "Es ist skandalös, dass Menschen notwendige Behandlungen aus Angst vor hohen Kosten nicht durchführen lassen." Hohe Eigenanteile beim Zahnersatz sorgten auch dafür, dass man einkommensschwache Menschen am Zustand ihrer Zähne erkenne. "Für eines der reichsten Länder der Erde ist dies ein beschämender Zustand."

Zimmermann forderte, dass Zuzahlungen "abgeschafft werden, auch im Bereich der Zahnmedizin". Medizinisch notwendiger Zahnersatz in guter Qualität müsse kostenfrei sein. Dabei gehe es nicht nur um Ästhetik. Schlechte Mundgesundheit könne auch andere Krankheiten wie Diabetes, Herzerkrankungen und Schlaganfälle verursachen.

Soweit der Bericht bei t-online. Wie können wir darauf antworten? Wie können wir gerade die Zahlen zum Zahnersatz verifizieren? Gar nicht! Eine unheilvolle Blockade aus Software-Herstellern und Praxen macht die Umsetzung der KZBV-ZE-Statistik, die an das Prüfmodul gekoppelt ist äußerst schwierig! Die Programmierung sollte beendet sein, nur verlanden die Software-Hersteller neben den Update-Kosten noch ein Zusatzbeitrag. Nachvollziehbar ist das nicht!
Es ist jetzt also zwingend erforderlich das Kreuzchen bei der ZE-Prüfung zu machen. Wir müssen bei Diskussionen über unser Fachgebiet die Argumentationshoheit behalten. Sonst wird nach der Bundestagswahl von anderen über unser Schicksal entschieden!

Ihr Andreas Müller-Reichenwallner



Zurück