Verband der Zahnärzte von Berlin
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Der falsche Zungenschlag der Opposition

                                           oder

Niemand hat die Absicht, die Unwahrheit zu sagen

I.
Die Medien der Opposition, deren führende Mitglieder oder gar der gesamte Oppositionsblock „lügen nicht“! Man könnte auch meinen, sie verbiegen, ja vereinfachen um ihrer Selbstwillen, die berufspolitische Wirklichkeit bis zur Unkenntlichkeit.

Sie meinen Nein? Nun, vor und inmitten von Körperschaftswahlen war das aber alles anders!

A.
Posaunte doch ein Führungsmitglied der stärksten Oppositionsgruppe in die Kollegenschaft, dass die KZV von der Substanz lebe, der KZV-Haushalt 2016 nur durch einen Rückgriff auf gebildete Rücklagen ausgeglichen sei und Gelder in Millionenhöhe, welche den Kollegen durch Kürzungen abgenommen wurden, in sogenannten „Schwarzen Kassen“ gebunkert seien.

B.
Frau Koll. Schätze (DAZ-Vorsitzende) legte vor und behauptete in einem Gesundheitsausschuss des Berliner Senates, dass die Berliner Zahnärzteschaft über Kunststoff-Füllungsversorgungen in die Taschen der Patienten greife.

C.
Der DAZ-Vorstand mit den Koll. Schätze, Nachtweh, Kampmann und Frahm als Kassenwart publizierten gar bordsteinschwalbenassoziiert, dass die KFO-Therapie „rotlichtmilieuähnlich“ sei.

Das Reaktionsmuster auf solide Körperschaftsarbeit und auf unsere Vorstandsmitglieder ist immer gleich, so wie einst, als man noch kochenden Blutes, rasend mit Schaum vor dem Mund, die Gerichtsbarkeit aufsuchte.

Welches Procedere liegt diesem System zugrunde?

Man lanciert als erstes eine bewusste Falschmeldung in die Öffentlichkeit. Dann werden sogenannte willfährige Denkgrenzen gezogen, Recht ist nicht gleich Rechtsordnung und Wirklichkeit ist nicht Wahrheit. Alles hätte absolut nichts miteinander zu tun, schon gar nicht im Angesicht einer Wahl. Da sind sich alle hell-besessenen Oppositionisten einschl. eines überregionalen Verbandes schnell und praktisch einig. Wer im Vorfeld eines Wahlkampfes oder gar mittendrin verdutzt Fragezeichen setzt, gilt schnell als schichtkäseweich, dessen Kritik unerwünscht ist wie der Lippenherpes.

Konformismus ist Leitgedanke und Il-Principe zugleich.

Als zweite Stufe der latenten oppositionellen Medienaggression wird eine Art Paralleldiskussion angestoßen, die da gründet in der Argumentation: Im Wahlkampf darf man auch alles behaupten. Wie das geht, ist klar: Man reduziert journalistisch die Komplexität der Themen und strickt mit heißer Nadel an den Gefühlen, denn Moralisieren ist leichter als Zusammenhänge erklären.

Als 3-te Stufe dient die populistische Beschuldigung, dass „Vettern- und Günstlingswirtschaft“ immer die anderen sind. Wir, die Opposition misstrauen prinzipiell dem uns vorgesetzten Offensichtlichen, wir sind auf der Seite der nicht interpretationsfähigen Wahrheit. Werden wir gewählt, werden wir den Sumpf austrocknen ohne das Sumpfgetier zu befragen.

Zusammenfassung
Die Festung Opposition 2102 skandalisierte und dramatisierte seit jeher. Die Festung Opposition 2017 wird daran nichts ändern. Das haben wir ja bei allen bisherigen Wahlen erlebt.

Wem kann man da noch tröstende Worte schenken?

Wer im Haushaltsausschuss und Berufungsausschuss sitzt, wie der IUZB-Koll. Hessberger, wer, wie das DAZ-Trio Schätze, Nachtweh und Kampmann, Haushaltszahlen prüfen und hinterfragen kann, die objektive Sachlagen in Gremien mitbeschließt, um dann anschließend aufgesetzte Nüchternheit mit der oppositionsverordneten Unwahrheit zu schwängern --wider besseren Wissens-- , dem ist auch mit einem großzügig zugestandenen unübersichtlichen Wertesystem als Entschuldigung nicht mehr zu helfen.

Meine Damen und Herren von der Opposition, der Festung Union 201:

Zahnärzte stellen keine Erregungsgesellschaft dar, denen man Unwahrheiten so nebenbei als Informationsbrosamen unterjubeln kann. Nüchternheit, meine geliebten Oppositionellen, ist die Schwester der Skepsis. Und Skepsis wiederum ist schlechthin die Kardinaltugend einer aufgeklärten Zahnärzteschaft.
Leider können Sie aus dem Ihnen gegönnten, kant-kategorischen Imperativ nichts mehr lernen, denn Sie befinden sich -- auch mit Kant -- auf dem abschüssigen Weg in das selbst verschuldete Nihil.

Darf ich Ihnen helfen!

Der Fortschritt, auch im Denken und Handeln, wächst aus der Korrektur von Irrtümern. Diese münden dann in einen moralischen Anspruch zur Wahrheit. Moralischer Anspruch muss sich an der Wirklichkeit messen, den man aber dem Zweifel unterwerfen sollte.

Sie aber zweifeln zu wenig, vor allem an sich selbst. Das wiederum schürt nur den Zweifel an Ihnen selbst.

Habe ich da nicht Recht, verehrte Kollegin, verehrter Kollege?

Ihr Dr. Wolfgang Kopp



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